Religionsfreiheit
"Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich." (Art. 4 GG)
Deine Religion, dein Glaube, dein Gewissen und deine sonstigen weltanschaulichen Bekenntnisse sind deine Privatsache. Da hat der Staat nichts zu suchen, du musst dich durch ihn hier auch nicht beeinflussen lassen. In Verbindung mit der Meinungsäußerung darfst du diese Privatsache auch äußern, posten etc.
Es gibt jedoch Grenzen.
- Erlaubt ist z.B. an einen Gott zu glauben, aber du darfst diesen Glauben nicht anderen aufzwingen.
- Ebenso kann eine Religion einen Absolutheitsanspruch haben, die alleinige (Staats-) Religion zu repräsentieren. Allerdings wäre jede noch so kleine Maßnahme, dieses auch tatsächlich durchzusetzen verfassungswidrig, müsste durch unsere Behörden geahndet werden und würde in letzter Konsequenz zum Verlust verfassungsmäßigen Rechte des Täters führen (vgl. Art. 18 GG - Verwirkung von Grundrechten).
- Du darfst nicht an als verfassungsfeindlich identifizierte Inhalte glauben und diese als Meinungsäußerung kommunizieren (z.B. Leugnen des Holocaust etc.).